Stopp-Regel an der Grundschule im Einrich
Mit der Initiierungswoche zur Stopp-Regel haben wir einen wichtigen Baustein unserer Gewaltpräventionsarbeit aufleben lassen.
Unser Ziel: Kindern sozial-emotionale Kompetenzen vermitteln, damit sie gemäß unseren Schulwerten respektvoll und gewaltfrei miteinander umgehen – und mit mehr Freude lernen.
Die Stopp-Regel – in drei klaren Schritten
1. Deutlich „Stopp“ sagen – verbunden mit einer Ich-Botschaft
Beispiel: „Stopp, ich möchte nicht, dass du mich ärgerst.“
2. Erneut deutlich „Stopp“ sagen – mit dem Hinweis, dass man sich Hilfe holt
Beispiel: „Stopp. Ich hole mir gleich Hilfe bei der Aufsicht.“
3. Noch einmal „Stopp“ sagen – und aktiv Hilfe holen
Diese einfache, klare Struktur hilft Kindern, Grenzen selbstbewusst zu setzen, Konflikte früh zu entschärfen und Unterstützung einzufordern.
Auftakt: Schülervollversammlung am 14.04.
Den Startpunkt setzten wir in diesem Schuljahr mit unserer Schülervollversammlung am 14.04.:
- Die Klasse 4a zeigte in kurzen Schauspielen unterschiedliche Gewaltarten, die im Schulalltag vorkommen können.
- Mithilfe des des Stopp-Plakats wurden die drei Schritte der Regel erläutert.
- Das Plakat wurde auf Eigeninitiative der Schülersprecherin Elina Müller speziell für unsere Schule angepasst und weiterentwickelt.
- Anschließend präsentierte die Klasse 4a die Szenen erneut – diesmal mit Anwendung der Stopp-Regel.
- Zur emotionalen Verankerung sangen alle gemeinsam das Stopp-Lied (aus der Hand des Kollegen Alexander Weyland).
- Im Anschluss wurden die Konsequenzen erklärt, falls die Stopp-Regel nicht beachtet wird:
- Nachdenkzettel als verbindliche Aufgabe nach einem Konflikt
- spätestens nach dem dritten Nachdenkzettel: ein verpflichtendes Elterngespräch, in dem gemeinsame erzieherische Maßnahmen besprochen werden
Sozialkompetenztrainings in allen Klassen
In der ersten Schulwoche nach den Osterferien führten alle Klassen Sozialkompetenztrainings durch und besprachen die Stopp-Regel nochmals intensiv. Das Stopp-Lied wurde häufig gehört und gesungen, um den Transfer in den Alltag zu erleichtern. Diese Trainings finden künftig regelmäßig statt. Situationen, die zu Streit oder Gewalt führen, werden mit den Kindern reflektiert – stets mit Blick auf die konkrete Anwendung der Stopp-Regel. Zudem erinnert eine jährliche Schülervollversammlung an die Umsetzung im Alltag.
Erste Erfolge im Schulalltag
- In den Pausen wurde die Stopp-Regel bereits oft angewendet – meist ohne, dass Kinder sich zusätzliche Hilfe holen mussten.
- Kinder „wehren“ sich, indem sie gestärkt ihre Grenzen klar mitteilen.
- Konflikte bleiben klein und eskalieren seltener zu Gewalt.
Unser gemeinsames Ziel
Wir wollen den Kindern die Möglichkeit geben, in der Schule an ihren Sozialkompetenzen zu arbeiten. Diese befähigen sie, respektvoll, verantwortungsbewusst und gewaltfrei miteinander umzugehen. Die Stopp-Regel ist hierfür ein praxistaugliches Werkzeug – klar, wirksam und für alle nachvollziehbar.
Gemeinsam schaffen wir ein sicheres Lernklima, in dem sich jedes Kind wohlfühlt und Lernfreude wachsen kann.


